Mein Start in den Morgen läuft wieder wie geschnitten Brot. Ich wache auf und darf erst mal wieder trinken. Mama hat schon geduscht und riecht sehr gut.
Ich komme dann runter und werde in einen MaxiCosi gepackt. Papa schaukelt mich kurz und ich nicke ein. Wir bringen meine Schwester zur Schule – aber das verpenne ich komplett. Autofahren und MaxiCosi ist offensichtlich super für mich.
Als wir wieder zurück, sind bekomme ich wieder zu Trinken. Ich trinke oft am Tag. Und was rein geht, kommt auch wieder raus. Habe ich schon erwähnt, dass ich einen guten „Durchsatz“ habe? Gerne lasse ich es auch noch mal laufen nachdem ich frische Windeln anhabe. Ist ja auch viel toller in so eine frische Windel rein zu machen. Dann werde ich gleich mal gewaschen und liege auf dem Wickeltisch unter der Wärmelampe. Das ist richtig kuschelig. Mama ist kurz weg und Papa schaut mich die ganze Zeit an – ich finde aber die Wand viel interessanter 😉
Mama kommt recht schnell wieder und ich höre schon die Frau, die gestern schon da war. Die wiegt mich heute wieder: 3940 Gramm. Habe ich doch glatt 20 Gramm zugelegt! Muss ich jetzt Sport machen oder ist das gut so? Nach dem Wiegen werde ich angezogen und bekomme heute wieder so stylische Klamotten an. So sehe ich fast wie ein Seemann aus! Herrlich. Dann gehen wir runter und ich darf bei Mama auf der Brust/Schulter liegen. Von hier aus habe ich eine guten Blick auf den Garten. Was ist das auch heute für ein Wetter!!
Die Frau ist bald wieder weg und Mama legt mich in den Kinderwagen. Offensichtlich geht es heute raus! Das finde ich ganz toll und es ist heute auch so schön warm und sonnig! Genau das richtige Wetter zum Flanieren. Unser Ausflug ist nur kurz, aber wir treffen Fiete – das ist ein Nachbar aus der anderen Reihe (Anmerkung der Redaktion: hier gibt es zwei Reihen – Reihenhäuser. Fiete ist uns über den Garten gegenüber und wohnt direkt bei der Schaukel). Der ist schon älter aber furchtbar lieb. Wir treffen später im Garten noch Hans und Erika. Das sind unsere direkten Nachbarn, die im Haus links von uns wohnen. Die sind auch schon was älter, aber die finden mich auch total süß. Und vor allem leise – sie sagen, dass sie mich noch gar nicht gehört haben. Naja, das kann man(n) ändern 🙂
Nachdem ich den Vormittag recht oft wach war, bin ich am Nachmittag etwas schläfriger. Ich glaube, Mama, Papa und Melike finden das gar nicht so blöd. Melike und Papa sind dann aber mal weg und Mama nimmt mich erneut mit dem Kinderwagen raus. Ich glaube, Mama findet das auch genauso gut wie ich! Wir gehen zum Einkaufen. Ich werde aber vor dem Laden von Oma in Empfang genommen und die geht mit mir noch ein wenig weiter. Dann kommt Mama wieder und es geht wieder nach Hause. Den halben Weg habe ich aber erneut verpennt. Das Schlafen ist einfach zu toll!
Am Abend wird hier gegrillt. Das riecht aber lecker! Ich bin mal gespannt wie das nachher bei Mama schmeckt.
Nach viel Schlaf, einigen Windeln und jede Menge zu Trinken gehen wir alle in Bett. Es war ein wirklich schöner Tag. Hoffentlich wird das Wetter morgen auch wieder so toll!
Unser Garten – das zweite Haus von links ist das von Fiete. Den habe ich ja bei der ersten Fahrt mit dem Kinderwagen getroffen. Links ist der Garten von Hans und Erika und recht der von Dieter und Regina. Die kenne ich aber bisher noch nicht.
Man erkennt im umrandeten Bildbereich unten an den Bäumen das Trampolin von Melike – da will ich später auch mal drin hüpfen. Mam sagt bis dahin gibt es aber ein Neues!
Als ich aufwache, bekomme ich erst mal zu trinken. Dann geht es wieder runter ins Wohnzimmer und Papa nimmt mich auf den Arm. Nach kurzem Kuscheln legt mich Papa wieder in meine Decke mit den Rollen rundherum auf das Sofa. Hier chille ich und erkunde weiter meine Umgebung.
Es dauert auch gar nicht lange und meine Schwester ist wieder da! Sie begrüßt mich immer so lieb und spricht mit mir was ich total mag. Habe ich bereits gesagt, dass ich ihre Stimme sehr leiden kann?
Heute passiert schon wieder was, was ich nicht kenne! Auf einmal ist eine mir noch unbekannte Frau gekommen. Noch höre ich nur ihre Stimme. Sie redet ganz viel mit Mama. Dann hebt mich Mama von meiner Decke und legt mich auf das Sofa und ich protestiere dagegen! Ohne mein Kuscheldecke gefällt mir das gar nicht! Aber dann streichelt mich die Frau. Dadurch komme ich wieder zur Ruhe. Sie zieht mich erst mal aus und macht meinen Bauchnabel bzw. die Nabelschnur sauber. Das wiederrum gefällt mir nicht so und ich lasse sie das auch wissen. Zum Glück geht das aber schnell und sie zieht mir eine frische Windel an. Dann komme ich in eine andere Decke und werde in dieser hochgehoben – ich glaube die wiegen mich gerade! Anscheinend wiege ich 3920 Gramm. So viel wog ich doch zur Geburt schon – ist das jetzt gut so?! Ich glaube schon, da Mama und die Frau ein sehr zufriedenes Gesicht machen.
Dann werde ich wieder angezogen und von allen Seiten begutachtet. Was die wohl von mir hält? Zum Glück kann ich dann wieder in meine Decke und ich schlafe auch ziemlich schnell wieder ein. Sowieso bin ich heute recht müde und schlafe was das Zeug hält! Den Besuch einer weiteren Frau bekomme ich gar nicht richtig mit. Die werde ich bestimmt an einem anderen Tag noch mal wiedersehen. Da mach ich mir gar kein Stress und bleib einfach liegen. Als ich dann Hunger habe, darf ich auch wieder an die Brust, aber bekomme aus den Augenwinkeln die Frau mit. Ich glaube, ich habe die beiden Stimmen noch eine ganze Weile gehört. Auch die von meiner Schwester und von Papa. Zum Wachsein habe ich aber heute nicht recht Bock und penne einfach. Bis zum Abend mache ich auch nix anderes außer Trinken und Schlafen. Zu mehr bin ich heute nicht zu gebrauchen.
Ich bin jetzt schon so richtig fit! Und mit der Mama klappt das richtig toll. So langsam habe ich den Dreh raus wie man an der Brust saugen muss. Ein wenig bin ich noch verwirrt. Ich bekomme keine Flasche mehr und so brauche ich etwas Überredungskünste von der Mama, damit ich weiß, wo ich saugen soll. Aber meine Intuition leitet mich da auch total richtig.
Heute geht es leider noch mal zu einer Untersuchung. Mama sagte was von U2. Die Band?? Nee, die kenne ich ja noch gar nicht 😉 Aber die Untersuchungen finde ich total doof. Vor allem das Picksen ist echt unnötig – lautstark protestiere ich dagegen! Zum Glück ist Mama dabei, daher weiß ich, dass das okay ist. Auf dem Zimmer angekommen dauert es ein wenig, aber ich schlafe wieder ein. Als ich aufwache ist meine Schwester wieder da! Ich habe sofort ihre Stimme erkannt. Und Papa ist auch mit dabei. Mama setzt sich auf die Fensterbank und nimmt mich auf den Schoß – so kann ich meine Schwester viel besser sehen. Das interessiert mich total wie sie ausschaut. Dann habe ich aber noch mal Hunger – und Mama kommt ihrer Pflicht nach. Dann brauche ich noch eine Weile bis ich einschlafe. Das ist meist so. Ich schaue mich dann noch um und erkunde meine Umgebung. Oder ich habe die Augen zu und blubbere vor mich hin. Mit den Händen und Füßen weiß ich ja auch noch nicht so genau umzugehen und bewege sie daher in alle Himmelsrichtungen. Wenn ich die Beine langsam an den Körper ziehe und sehr ruhig werden, dann schlafe ich ein.
Ich schlafe noch, aber ich merke dass da wieder was Neues passiert. Ich bewege mich so komisch. Es brummelt unter meinem Hintern, aber es dauert auch nicht lange. Dann wache ich das erste Mal zu Hause auf! Es ist etwas kälter als in der Klinik, aber ich finde es mega spannend! Ich brauche ein wenig mich zu orientieren und ich bin auch ein wenig gestresst. Meine Schwester ist furchtbar lieb zu mir, aber die ungewohnte Umgebung macht mich nervös. Zum Glück ist Mama da! Es dauert auch nicht lange da bekomme ich neue Klamotten an. Die alten habe ich eingesaut…. Ich hab halt noch keine Kontrolle über meinen Körper – das wird sicher auch noch ein paar Mal passieren (Anmerkung der Redaktion: an diesem Tag gleich zwei Mal).
Nach ein wenig Zeit habe ich mich aber beruhigt und bekomme auch wieder zu trinken. Und was muss ich sagen: es läuft -im wahrsten Sinne des Wortes- jedes Mal besser! Ich werde richtig satt und muss sogar ab und an lauter schlucken. Das war bisher eher unauffällig. Während Mama mich noch auf dem Arm hat, essen meine Schwester und Papa etwas und der Fernseher läuft. Aber Mama will auch was essen und ich komme zu Papa auf den Arm. Das gefällt mir auch sehr und ich schlafe fast ein.
Dann legt mich Papa in so ein tolles Ding. Scheint selbst genäht und hat rund um mich herum eine tolle Rolle. Da kann mir gar nix passierten. Ich schaue mich fleißig in meiner neuen Umgebung um, und meine Schwester ist fast die ganze Zeit bei mir. Nur wenn ich zu laut werde, dann geht sie auch mal raus.
Ich merke, wie es dunkler wird und ich glaube, Mama und meine Schwester sind weg. Der Papa ist aber noch bei mir. Meine Augen werden schwer und ich schlafe direkt wieder ein. Das ist eh meine zweit liebste Beschäftigung. Nach trinken 🙂 Dann kommt Mama wieder und Papa trägt mich Treppen hoch. Was ist denn hier? Ahhh – das Schlafzimmer! Ich komme erst Mal in mein Bettchen – das steht direkt neben Mamas Bett. Und es gefällt mir super!
Ind er Nacht muss ich zwei Mal von meiner Mama geweckt werden, weil ich trinken soll. Ich brauchte ein wenig, um wach zu werden, aber auf Trinken habe ich total Bock und hau auch richtig rein. Ich will ja groß und stark werden! Auch in der Nacht schlafe ich nicht sofort wieder ein. Papa legt mich beim ersten Mal Trinken in mein Bett und ist immer zur Stelle, wenn ich lauter werde. Mama macht das beim zweiten Mal. Und sie ist eh immer da, wenn ich lauter bin. Das hat sie im Krankenhaus auch schon immer gemacht.
Wie ich bereits erwähnt habe, sind meine Tagesabläufe recht einfach und laufen in einem gewohnten Muster ab. Ich finde das toll – kein Stress, man bekommt immer, was man gerade braucht und alle sind super nett hier!
Aber heute ist mal wieder was Neues dran. Ich werde doch tatsächlich mit meinem Bettchen bewegt und es geht diesmal richtig weit weg. Wir fahren sogar Aufzug! Dann stehe ich -naja ich liege natürlich- auf einmal bei der Mama im Zimmer!
Und man ist das toll hier! Was mir gleich auffällt: es ist viel ruhiger und nicht so viele Leute ständig am hin und her flitzen. Mir ist das zwar erst mal komisch aber Mama ist ja da und daher bin ich entspannt aber ich kann unmöglich schlafen bevor ich nicht alles ausgecheckt habe! Auch das Trinken kann mich nicht müde machen. Aber irgendwann kapitulieren meine Augenlieder und ich schlafe ein.
Doch dann passiert wieder was Tolles: ich wache auf und ich höre eine vertraute Stimme! Meine Schwester ist da!! Sie und Papa stehen vor dem Fenster. Mama hat mich auf dem Arm und sitzt auf der Fensterbank. So kann ich meine Schwester auch mal anschauen. Die ist aber groß. Hui und auch so eine hübsche! Na jetzt mach ich mir keine Gedanken mehr: ich werde auch mal so schön 🙂
Ich halte aber nicht lange durch und muss auch unbedingt wieder was trinken. Weil ich so einen Hunger habe muss ich ein wenig auf mich aufmerksam machen. Mama weiß ganz genau was los ist und versorgt mich. Da ich das so spannend fand mit meiner Schwester fällt es mir auch erneut schwer, einzuschlafen. Als ich aufwache ist sie leider schon wieder weg aber ich bin sicher, dass ich sie bald wiedersehe!
Ich habe ganz dolle gepennt und bin super erholt. Ich merke auch deutlich wie ich immer kräftiger werde. Ob ich wohl den Papa schon im Armdrücken besiegen kann?? Naja so ambitioniert bin ich jetzt nicht wirklich, aber es ist so toll hier! Ich bin echt dankbar, endlich an der frischen Luft zu sein.
Da kommt auch wieder die nette Frau und fummelt an mir rum. So ganz passen tut mir das nicht, aber ich glaube, die entfernt alle Kabel! Hm – leider nicht alle. Das komische Ding um meinen Fuß habe ich noch, aber alles andere ist weg. Klasse – jetzt kann ich mich viel besser bewegen. Und ich darf zum ersten Mal umziehen! Das Bettchen, in das ich jetzt gelegt werde, sieht auch viel toller aus. Es hat eine ganz weiche Matratze und ganz kuschelige Kissen. Auch ist das nervige Piepsen viel weniger und überhaupt gefällt es mir besser als das alte. Und ich werde auch zum ersten Mal richtig angezogen. Mei was bekomme ich da für ein Ding an?? Aber ich gestehe: fühlt sich super an! Bisher war ich ja nur in Tücher gewickelt.
Toll finde ich, dass es hier immer nach Mama riecht. Auch wenn sie nicht da ist, habe ich ein gutes Gefühl und fühle mich auch sicher.
Als ich wieder aufwache ist Mama wieder da!! Ach, ich kann es nur immer wieder sagen: ich hab so eine tolle Mama! Und die ist so hübsch! Von wem die das wohl hat? Und werde ich auch mal so hübsch? Einen Spiegel habe ich auf jeden Fall bisher noch nicht gesehen. Aber dafür habe ich mit meinen Händen fleißig mein Gesicht abgetastet. So habe ich zumindest eine wenig eine Ahnung, wie ich aussehe.
Als Mama wiederkommt darf ich wieder bei ihr liegen und trinken. Habe ich bereits schon erwähnt, dass ich das toll finde? Ja, ich glaube bereits mehrfach aber ich muss mich einfach wiederholen 🙂
Die Mama hebt mich nach dem Trinken hoch und legt mich an die Schulter. Von hier aus kann ich meine Umgebung viel besser auschecken. Das Zimmer ist recht geräumig. Wobei: ich bin ja noch so klein, ich glaube, ich finde auch ein winziges Zimmer groß! Hier „oben“ ist auch die Luft ein wenig besser. Und ich fürchte, ich wiederhole mich erneut: es ist soo kuschelig bei der Mama!
So langsam schaue ich mich auch immer öfters um. Das mit den Augen ist schon cool. Vorher war es ja immer diffus und tendenziell dunkel. Da habe ich meine Umgebung über die Stimmen wahrgenommen. Die Mama erkenne ich natürlich sofort, aber hier sind sooo viele andere Stimmen zu hören. Die meisten sind Frauen. Diese Stimmen finde ich auch viel angenehmer als so rauhe Papa Stimmen 😉 Wobei, die haben halt so was Kräftiges. Ob ich auch mal so klinge?
Mama kommt jetzt immer häufiger zu mir. Sie ist aber auch da, wenn ich schlafe. Ich glaube, sie weiß gar nicht, dass ich sehr wohl merke, dass sie da ist! Wenn sie da ist, fühle ich mich wohler und kann noch besser schlafen. Aber ich wache ja auch ab und an auf – nicht zuletzt, weil ich Hunger habe! Hallo?? Wo bitte ist der Service?? Ich hätte gerne wieder lecker Fläsch oder noch besser: Mama´s Brust! Ob ich mit dem Kabel nach dem Servicepersonal klingeln kann??
Ich fühle mich auf jeden Fall schon wie ein ganz Großer! Das Liegen auf der Mama ist echt das Beste! Ich weiß ja, dass das nicht ewig geht. Mama muss ja auch immer mal wieder aufstehen, essen, trinken und auf Klo. Aber ich könnte hier ständig liegen 😉
Wie findet ihr meinen Anzug? Steht mir prima oder?
Nach einem kurzen Mittagschlaf werde ich geweckt. Es rumpelt auf einmal und ich werde mitsamt Bettchen bewegt. Wo geht´s denn jetzt hin? Mama ist dabei, daher mache ich mir überhaupt keine Sorge und bin tierisch entspannt. Ich bin eh entspannt. Das ganze Rumgebrülle liegt mir (noch) nicht so. Aha! Wir kommen in ein anderes Zimmer. Es ist nur ein kurzer Weg – daher nehme ich an es ist das Nachbarzimmer. Und wen sehe ich da?? Das andere Baby was vorher so geschriehen hat, ist auch wieder da. Schiksal?
Und sowieso: wo ist eigentlich meine Schwester? Ich habe ganz oft ihre Stimme gehört, als ich noch bei Mama im Bauch war. Die Stimme kenne ich schon in- und auswendig. Ich habe ja vorhin bereits erwähnt, dass ich hier jeden Tag ganz viele neue Stimmen höre. Dabei würde ich viel lieber die mir bereits Vertrauten hören wollen! Wo sind die??
Meine Schwester hat mir Geschichten erzählt, Lieder vorgesungen und ab und an hat sie mich auch geärgert. Und ich hab da schon gedacht: na warte erst mal, bis ich raus komme! Ich ärgere dich zurück! Aber sie war immer ganz lieb zu mir, genau wie Mama. Die hat mich zwar auch ab und an am Fuß gekillert aber das fand ich eigentlich sehr angenehm.
Jetzt killert sie mich nicht mehr. Dafür werde ich gestreichelt – das mag ich noch viel lieber! Und ich darf wieder an Mama´s Brust. So werde ich schnell kräftiger und ich merke mit jedem Zug, dass es besser läuft. Ab und an bekomme ich aber noch die Flasche. Ich glaube weil ich einfach mehr trinke als Mama´s Brust im Moment hergibt 😉
Mein Tagesablauf nimmt so langsam einen gewohnten Rhythmus an. Ich schlafe, trinke – was oben reinkommt, muss irgendwann auch wieder raus – ihr kennt das, und ich kuschel mit Mama. Das finde ich am tollsten. So langsam schaue ich mich immer häufiger um – ist schon spannend hier.
Tatsächlich ist mir hier aber immer noch ab und an zu viel los. So langsam könnte ich es mal ein wenig ruhiger haben..
Hach die Nacht war entspannt! Ich habe mich zwar viel bewegt, hab auch fleißig mit dem Nachbarn um die Wette geschriehen aber heute Morgen kam Mama ans Bettchen. Ich hab Sie gehört, aber ich war noch so müde, dass ich einfach weiter geschlafen habe.
Nachdem ich aufgewacht war, stand sie auch direkt wieder vor mir! Mann, was hab ich ne hübsche Mama!! Und hey, was ist denn das? Ich bekomm von ihr das erste mal die Brust! Hmm lecker!! Es ist zwar anstrengend, aber das Trinken ist viel leckerer als das aus der Flasche! Und den Schnuller fand ich eh nicht so Klasse. Die Brust ist viel angenehmer. Daran kann ich mich nun wirklich gewöhnen: auf der weichen Brust liegen, trinken und einpennen. Herrlich so ein Leben an der frischen Luft! Hätte ich das früher geahnt dass das so toll ist – dann wär ich doch glatt früher gekommen 😉
In meinem Bettchen, wo es immer wieder mal piept, sind auch ganz viele Kabel. Die stören mich zum Glück nicht so sehr. Und hier gibt es ganz viele nette Leute bzw. Frauen. Heute wurde ich dann ganz feste eingewickelt. Das hat mir richtig gut gefallen. Dabei habe ich mich so sicher gefühlt – fast wie in Mamas Bauch. Das Gepiepse finde ich auch nicht so schlimm oder ich habe mich daran gewöhnt. Da ich jetzt kräftiger bin kann ich auch viel besser schlafen. Und der nervige Nachbar ist ausgetauscht worden. Jetzt habe ich einen der angenehmer ist. Der schreit nicht so viel 🙂
Dann war Mama und Papa wieder da!! Und ich durfte wieder bei der Mama auf und an die Brust. Ich brauche noch etwas Übung, aber ich gewöhne mich ganz schnell an das Saugen und die Brust. Aus der Flasche zu trinken war einfacher, aber lange nicht so toll wie Mama´s Brust. Ich hatte das ja schon erwähnt: die ist viel angenehmer und ich fühle mich bei ihr eh viel besser. Auf der Haut zu liegen ist so ein schönes Gefühl.
Da ich nicht so viel auf einmal trinken kann, hebt mich Papa noch mal in mein Bettchen. Die Mama kann auch noch mal aufstehen und sich bewegen – das tut ihr hörbar gut. Irgendwie stört mich heute die Helligkeit und ich lasse daher mal besser die Augen zu. Man(n) soll sich ja langsam an alles gewöhnen 🙂
Der Papa versucht mich zu beruhigen und legt seine Hände auf mich. Aber ich komme nur kurz zur Ruhe. Ich glaube ich habe noch Hunger. Aber aus Papa´s Finger kommt nix! Ich will wieder an die Brust – da gibt´s leckere Milch!
Jetzt ist auf einmal wieder ganz viel los hier – es sind wieder zwei neue Stimmen von Frauen zu hören. Papa hebt mich aus dem Bettchen und legt mich wieder bei der kuscheligen Mama ab. Das ist sooo gut. Die neue Stimme erklärt der Mama ganz viel. Ich merke auch wie Mama mich ab und an anders hinlegt. Mir gefällt es – egal in welcher Position. Und ich bekomme wieder Milch. Einfach der Hammer! Mama ist ganz entspannt und ich traue mich auch wieder die Augen zu öffnen. Die neue Umgebung ist wirklich überwältigend. Hier gibt es so viel zu entdecken. Aber es macht mir auch ein wenig Angst, weshalb ich immer wieder mal die Augen zu mache. Wie schon erwähnt: lieber in langsamen Schritten vorwärts!
Bei Mama fühle ich mich so sicher und gut dass ich immer ganz schnell und gut einschlafe. Diesmal darf ich auch viel länger liegen. Und ich genieße jede Minute!
Aber die Mama und der Papa müssen wieder los. Ich werde wieder ins Bettchen gehoben und die nette Frau kümmert sich jetzt um mich. Erneut wickelt sie mich so eng ein, wie ich es liebe. Ist das eigentlich ein fünf Sterne Hotel hier??
In der Nacht bekomme ich wieder die Flasche. Die ist zwar nicht so toll wie Mama´s Brust aber es kommt viel mehr raus. Das macht mich schnell satt und ich penne wieder gemütlich ein.
Mitten in der Nacht hatte ich ein komisches Gefühl. Auf einmal hat sich etwas in meiner lieb gewonnenen Umgebung etwas verändert. Irgendwie hatte ich das Gefühl als fehlte etwas. Dabei habe ich doch gar nichts gemacht!! Es fühlte sich an, als ob mein Wasservorrat, den mir Mamma liebevoll angelegt hat, zuneige geht. Es fühlte sich einfach komisch an.
Mama ist daher auch aufgewacht und hat sich ebenfalls gewundert. Ich denke sie hat da aber schon geahnt, dass soetwas passieren würde. Sie war ein wenig nervös und in Sorge – das habe ich gespürt. Mitten in der Nacht sind wir zwar auch oft auf gewesen – aber meist nur ganz kurze Wege und meist hat sich Mama auch gleich wieder hingesetzt. Dann hat´s geplätschert und ich hatte wieder mehr Platz! Das fand ich immer ganz toll 🙂
Aber heute – Mama ist hin und her gelaufen. Dann hat es sich eher nach schaukeln angefühlt. Dazu kam, dass immer mehr Wasser auf wundersame Weise verschwand! Es wurde immer enger in meiner Höhle….
Als es dann auch immer wieder anfing, dass ich zusammengepresst wurde war es mir dann echt zu bunt! So geht das doch nicht!!
Mama hat sich dann ständig hingesetzt, wieder aufgestanden, kurz rumgelaufen und erneut hingesetzt. Ich glaube Sie konnte sich nicht recht entspannen. Ab und an lag sie – dann habe ich so ein komisches Geräusch gehört, das genauso klang wie mein Herzschlag. Das war echt merkwürdig. Das war, wenn, dann nur im Liegen zu hören.
Ich glaube Sie ist dann auch in die Badewanne – eigentlich fand sie (und ich!!) das immer toll. Aber heute – das war komisch. Ich habe Mama deutlich wimmern gehört und es wurde immer lauter! Dem Wimmern ging auch immer dieser verdammiche Druck voraus. Wer oder was drückt mich denn da ständig zusammen??
Dann ist Mama aus der Wanne ausgestiegen und der Druck als auch das Wimmern wurde immer schlimmer. Ich habe deutlich gespürt wie viel Schmerzen Mama hatte. Mir wurde auch schon ganz anders. Als wir uns dann hingesetzt haben, wurde es ganz schlimm! Mama wurde immer lauter. Dann habe ich auf einmal ganz viele Stimmer gehört. Feiern die da `ne Party??
Es klang zwar nicht danach aber da ist muss was Tolles passiert sein – auf einmal war Mama wieder viel ruhiger! Ich fand´s Klasse! Da konnte ich mich wieder entspannen – auch wenn das Wasser immer weniger wurde. Kann das mal bitte jemand auffüllen??
Ich habe dann erst mal gepennt. Nach so viel Aktion ja auch wohl redlich verdient!? Es war dann sicher erst mal für zwei, drei Stunden ruhiger. Dann habe ich Mama wieder wimmern gehört. Es klang allerdings anders als vorher. Und dann waren da auch wieder meine Herzgeräusche zu hören… Merkwürdig. Das kannte ich nun wirklich nicht und dann gleich mehrfach am Tag? Habe ich hier einen Schallspiegel installiert oder wo kommen die her? Eindeutig kam das Geräusch von draußen. Wie schaut es da eigentlich aus?? Wobei: ich werde auch immer mehr gegen so zwei Wände links und rechts von meinem Kopf gedrückt. Da ich immer so gerne durch die Bauchdecke von Mama gucke sehe ich auch immer wenn es hell oder dunkel wird. Und heute ist es echt lange hell. Sind wir am Nordpol??
Naja kalt ist mir nicht aber so langsam wird mir das hier zu bunt – ich will raus hier!!
Kaum gesagt, da passiert auch schon wieder was Neues! Jetzt ist Mama wieder lauter und da drückt mir jemand von oben ganz stark gegen den Popo! Hey!! Da oben! Was soll denn das jetzt?? Oh oh – ich merke, es geht was! Jetzt drückt die Mama mich auch noch raus – und ich merke wie mein Kopf langsam nach vorne rutscht. Und jetzt zieht mich auch noch jemand am Kopf! Uhhh wie ecklig ist das denn?? Das tut doch weh! Nachher muss ich noch zum Chiropraktiker weil meine Nackenwirbel verrenkt sind. Und wer darf das wieder ausbaden?? Na danke 🙁 Zudem wird mir hier jetzt echt die Luft knapp. Wobei: Luft?? Das kenne ich ja noch gar nicht, aber ich will atmen! Lasst mich endlich raus! Mir kommt es so vor als tauche ich gerade 50m tief – und mir fehlt Luft. Mir wird ganz anders aber ich habe Vertrauen, dass alles gut gehen wird.
Aber hey: das fühlt sich ja komisch an!! Das ganze Wasser ist weg und ich kann fliegen! Zwar nur ganz kurz dann fühlt es sich einseitig wieder total gemütlich an: ganz kuschelig weich liege ich da auf Mamas Brust. Ahhh herrlich! An dieses Gefühl könnte ich mich gewöhnen….
Auf einmal fliege ich wieder – und schwupps bin ich auch in so einem blöden Kasten und da pickst es auf einmal. Ich glaube die wollen mich anzapfen! Hey da!! Mein Körper! Nicht ohne meine Erlaubnis! Naja, habe ich gedacht – machen konnte ich dagegen nix. Aber protestiert habe ich lautstark! So nicht meine Damen und Herren! Sie werden von meinem Anwalt hören!! Aber die Box ist echt cool. Nein nicht wirklich: eher warm und gemütlich. Dann schieben die mich mit der Box auf einmal rum. Aber was sehen meine kleinen Äuglein da?? Mama und Papa!! Aber warum heulen die denn?? Hey ihr da!! Ich bin´s! Euer Sohn!!!
Leider darf ich nicht lange bei Mama und Papa bleiben – sondern werde wieder rumgekarrt. Naja – unangenehm ist es nicht, muss ich gestehen. Die bringen mich in ein eigenes Zimmer! Voll geil! Ach nee warte: da ist ja noch so ein kleiner! Und der schreit! Na warte: das kann ich auch!! Hier ist es im Grunde nicht ganz doof. Schön kuschelig warm und hier sind echt nette Leute. Aber was fummeln die die ganze Zeit an mir rum? Und warum piept es hier so oft? Und dann der Zimmergenosse – kann der nicht mal ruhig sein?? Ich bin fix und alle und will einfach nur mal meine Ruhe haben. Aber: ich komme dazu. Bin so fertig, dass ich einfach weg penn.
Doch hey: Papa steht vor mir!! Hei was hat der für ne Pranken? Die können mich ja fast ganz bedecken. Und schön fühlt es sich an! Papa erzählt mir, wie die Geburt war und dass sich Mama und er ganz dolle freuen, dass ich endlich da bin. Was meinen die mit „da“? Ich war doch schon immer da!! Ich glaube Papa meint, dass ich an der frischen Luft bin 😉
Naja aber die frische Luft hat auch so ihre Tücken – das fühlt sich komisch an und ich muss immer wieder mal niesen.
So langsam ging mir das Wasserbad bei Mama auch auf den Geist. Deshalb hab ich immer wieder gegen den Bauch getreten. Hat aber nix genützt. Raus gekommen bin ich da nie!
Als Papa weg war hab ich noch mal was zu trinken bekommen. Diese Fläschchen finde ich ja mal geil! Und erst das Trinken! Mann, wie cool ist das denn! Aber die machen immer so müde. Wenn nicht dieser doofe Nachbar wäre! Kann der mal still sein?? Ab und an schreie ich auch so wie der. Was der kann, kann ich schon lange!!
Als ich wieder aufgewacht bin war Mama da!! Und was muss ich sagen: sie nimmt mich wieder auf die Brust! Ahh herrliches Gefühl! So weich – ich könnt hier glatt einpennen. Aber Mama hält mir noch mal die Flasche vor den Mund – ja, da kann ich nicht nein sagen 🙂 Ich zieh das Ding leer wie ein Großer. Hab auch mächtig Kohldampf. Ich kann mich aber bei Mama super entspannen und ich bin glaube ich bin innerhalb einer Minute eingepennt. Dann habe ich noch kurz was gespürt und bin wieder in meinem Bettchen. Das ist sooo toll. Hat ne voll warme Matratze.
In der Nacht schlafe ich ganz viel. Und wenn der Nachbar schreit – dann schrei ich auch. Wär doch gelacht, wenn ich dem nicht Paroli bieten kann!